
Seit fast 30 Jahren arbeiten die Randegger Ottilien-Quelle und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) zusammen und stellen über Rücketiketten auf den Flaschen verschiedene Natur- und Umweltthemen vor. Bei der diesjährigen Aktion dreht sich alles um den Lebensraum Wald.
„Die verschiedenen Motive auf den Flaschenrückseiten erfreuen sich bei unseren Kunden großer Beliebtheit“, so Clemens Fleischmann, der kaufmännische Leiter der Randegger Ottilien-Quelle, so, dass wir diese Form der gemeinsamen Präsentation gerne weiter fortführen“.
„Wir freuen uns alle an Wäldern, die in Baden-Württemberg fast 40% des Landes bedecken. Die vielfältigen Aufgaben des Waldes, wie z.B. Kohlenstoffspeicher und somit maßgeblicher Bestandteil für den Klimaschutz kennen wir. Aber es gibt auch viel tierisches Leben, teilweise im Verborgenen. So wird z.B. das Auerhuhn vorgestellt, dass nur noch auf wenigen Flächen im Schwarzwald vorkommt.“, erläutert Thomas Körner, Geschäftsführer beim NABU-Bezirksverband.
Die ausgewählten Tiere werden, wie bei den vorigen Aktionen, an Hand von 12 Rücketiketten in den folgenden Wochen auf den Flaschen der Randegger Ottilien-Quelle zu sehen sein.
„Gerne unterstützen wir wieder die wichtige Arbeit des NABU am
Bodensee mit einer Gesamtauflage von fünf Mio. Rücketiketten aber auch finanziell mit einer Spende in Höhe von 10.000 €“, sagt Clemens Fleischmann von der Randegger Ottilien-Quelle.

Reichenau (Baden) Am vergangenen Sonntag, den 26. April 2026, lud das NABU-Bodenseezentrum alle Naturinteressierten zu seinem ersten Tag der offenen Tür nach Reichenau ein. Mehr als 300 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung an den Rand des Wollmatinger Rieds und erlebten bei bestem Wetter ein abwechslungsreiches Programm rund um den Natur- und Artenschutz am Bodensee.
Spannende Einblicke in die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt in der Region gab es für Groß und Klein unter anderem auf einer Rallye durch das Naturerlebnisgebiet Göldern direkt hinter dem NABU-Bodenseezentrum, wo auch im restlichen Jahr die naturpädagogische Arbeit für Kinder und Familien stattfindet. „Es war uns wichtig, unser Angebot am Tag der offenen Tür einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Wir sind ganz begeistert von dem großen Interesse heute“, freut sich Susanne Schwab, verantwortlich für die Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit am NABU-Bodenseezentrum.
Auch die beiden naturkundlichen Führungen ins Wollmatinger Ried, die von zwei NABU-Ehrenamtlichen am Sonntag ausnahmsweise von Göldern aus über die Grünbrücke bis zur Vogelbeobachtungsplattform geführt wurden, erfreuten sich großer Beliebtheit. Kreativ und informativ ging es bei Kaffee und Kuchen rund um die beiden charakteristischen Holzgebäude des NABU-Bodenseezentrums zu: Hier erhielten die Besucherinnen und Besucher vielfältige und spannende Einblicke in ökologische Landschaftspflege, naturnahes Gärtnern und naturverträglichen Wassersport, und die beiden örtlichen NABU-Gruppen standen für einen informativen Austausch bereit.
Am Ende des Tages gibt es von Freiwilligen und Hauptamtlichen ein klares Fazit: „Es hat großen Spaß gemacht, diesen Tag mitzuorganisieren und das Programm mitzugestalten,“ resümiert die junge Freiwillige Imma Rieber, und Susanne Schwab fügt hinzu: „Unser erster Tag der offenen Tür war ein voller Erfolg. Wir freuen uns, das in Zukunft zu wiederholen.“

Vom NABU-Bodenseezentrum aus werden 28 wertvolle Schutzgebiete, unter anderem das 774 Hektar große Naturschutzgebiet "Wollmatinger Ried - Untersee - Gnadensee" und der 1.000 Hektar umfassende Lebensraumverbund „Westlicher Untersee“ gepflegt. Um Autofahrten zu vermeiden, setzt der NABU ein elektrisches Lastenrad ein. Das Rad trägt den Namen „Rudi Riedesel“ und ist eine Spende von TINK, der Transportrad Initiative Nachhaltiger Kommunen.
„Bislang brauchten wir für den Transport von Werkzeugen und Material in die Schutzgebiete immer ein Auto, mit Rudi Riedesel geht das nun häufiger ohne“, so Lisa Maier vom NABU Bodenseezentrum bei der offiziellen Übergabe des Lastenrades. Marco Knöpfle von TINK setzt schon lange auf Lastenräder als Teil der Verkehrswende. „Vor 10 Jahren haben wir in Konstanz und Norderstedt die ersten öffentlichen Mietsysteme für Transporträder gestartet und seitdem viele Kommunen dabei unterstützt, ebenfalls solche Angebote zu schaffen. Das kommt gut in der Bevölkerung an und die Hälfte aller Nutzenden verzichtet nachweislich auf Autofahrten“ so Knöpfle.
Rudi Riedesel ist ein Rad aus einer Mietflotte, die TINK mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durch deutsche Städte touren ließ, unter anderem auch Singen und Leipzig. Die Idee, ein Rad dem NABU zu spenden, kam von Andrea Kiss bei einem Gespräch mit Maier und Knöpfle auf den Naturschutztagen in Radolfzell. Kiss unterstützt beide Organisationen bei der grafischen Gestaltung und steuerte mit ihrer Agentur auch den schicken Aufkleber für das Rad bei.
„Wir freuen uns riesig über das Lastenrad und werden es auch eifrig nutzen“ betont Maier bei der Übergabe des Rades. Dabei verrät sie auch, wie der Name Rudi Riedesel entstand: den haben sich Mitarbeitende des NABU Bodenseezentrums ausgedacht.
Ab dem 1. April startet das NABU-Bodenseezentrum in die Sommersaison. Die Ausstellung lädt nun auch wieder am Wochenende zu Entdeckungen ein und die Führungen in die Naturschutzgebiete Wollmatinger Ried und Halbinsel Mettnau finden wieder regelmäßiger statt. Ein idealer Zeitpunkt, um die Natur am westlichen Bodensee zu entdecken.
Jeden 1. Sonntag im Monat um 8:30 Uhr. Von April bis September zusätzlich jeden Samstag und jeden 1. und 3. Mittwoch um 16 Uhr
April bis August, jeden 2. und 4. Dienstag um 19.00 Uhr außerdem
jeden 3. Sonntag im Monat um 10.00 Uhr
Ein besonderes Schmankerl für Familien - unser Naturentdeckerrucksack:
Für Kinder und Familien hat das NABU-Bodenseezentrum einen Naturerlebnisrucksack im Angebot, der entwickelt wurde um die Wunder der Natur im NABU-Naturerlebnisgebiet Göldern zu erkunden. Einfach innerhalb der Öffnungszeiten des NABU-Bodenseezentrums vorbeikommen und gegen ein Pfand von 20 € ausleihen. Auch ein Verleih übers Wochenende ist möglich.
Öffnungszeiten Ausstellung NABU-Bodenseezentrum:
Mo - Fr: 9:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr (ganzjährig)
Sa - So / Feiertag: 13:00 - 15:30 Uhr (Apr - Sep, Okt - Mär geschlossen)
Unser neues Veranstaltungsprogramm ist erschienen und ab sofort erhältlich. Auch im kommenden Jahr erwartet Naturinteressierte ein vielseitiges Angebot an Veranstaltungen am westlichen Bodensee und im Hegau - für Erwachsene, Familien mit Kindern sowie fachlich Interessierte.
Ob geführte Exkursionen zu seltenen Tier- und Pflanzenarten, Aktiventreffen oder praktische Mitmachangebote im Naturschutz: Das Programm lädt dazu ein, die einzigartige Natur der Bodenseeregion zu entdecken und mehr über ihren Schutz zu erfahren.
Das Jahresprogramm ist im NABU-Bodenseezentrum erhältlich und steht außerdem online zum Download bereit.