Aktuelle Meldungen 2025


15.12.2025

Das NABU-Bodenseezentrum macht Winterpause

Das NABU-Bodenseezentrum geht vom 20. Dezember 2025 bis einschließlich 6. Januar 2026 in die Winterpause. 

 

Unser Tipp für das neue Jahr:

Sie finden uns vom 3.-6.1.2026 auf den Naturschutztagen am Bodensee. Anmeldung und Infos: www.naturschutztage.de

 

Haben Sie Fragen rund um Vögel, andere Tiere, Pflanzen oder sonstige Themen im Natur- und Umweltschutz?

NABU-Naturtelefon

Tel. 030 – 284 984 – 6000

Montag bis Freitag: 9 bis 16 Uhr


12.12.2025

MTU Umweltstiftung unterstützt Instandsetzung der Schutz- und Beobachtungsstation „Netta“ im NSG “Wollmatinger Ried”

Dagobert Heß und Julia Trübenbach von der MTU-Umweltstiftung übergeben einen Spendenscheck an Eberhard Klein und Udo Riechmann vom NABU-Bodenseezentrum.  Fotograf: NABU/Severin Schwab
Dagobert Heß und Julia Trübenbach von der MTU-Umweltstiftung übergeben einen Spendenscheck an Eberhard Klein und Udo Riechmann vom NABU-Bodenseezentrum. Fotograf: NABU/Severin Schwab

Konstanz – Die MTU-Umweltstiftung fördert die umfassende Instandsetzung der schwimmenden Schutz- und Beobachtungsstation „Netta“, die im Naturschutzgebiet „Wollmatinger Ried – Untersee – Gnadensee“ eine zentrale Rolle beim Schutz der Wasservögel spielt. Das NABU-Bodenseezentrum betreut das Gebiet im Auftrag des Landes Baden-Württemberg und ist auf die Station angewiesen, um die sensiblen Flachwasserbereiche wirksam zu schützen.

 

Ein international bedeutendes Schutzgebiet

Das Wollmatinger Ried ist mit 773 Hektar das größte Naturschutzgebiet im Landkreis Konstanz. Rund ein Drittel der Fläche besteht aus Flachwasserzonen des Bodensees, die jährlich über 50.000 Wasservögeln als Brut-, Mauser-, Rast- oder Überwinterungsgebiet dienen. Damit zählt das Gebiet zu den international bedeutsamen Wasservogelhabitaten des Landes.

 

Die „Netta“ – unverzichtbar für Schutz und Aufklärung

Seit über 50 Jahren dient die nach der Kolbenente (Netta rufina) benannte Station als schwimmender Stützpunkt für ehrenamtliche Naturschutzhelfer. Von hier aus informieren sie Wassersportler über Schutzregeln, sorgen für die Einhaltung der Sperrzonen und führen wissenschaftliche Erfassungen der Vogelbestände durch. „Die Netta ist für unsere Naturschutzarbeit auf dem Bodensee unerlässlich. Sie ermöglicht Präsenz im Schutzgebiet, klärt auf und unterstützt die Forschung – alles direkt vor Ort auf dem See“, erklärt Eberhard Klein, Leiter des NABU-Bodenseezentrums. „Nach 15 Jahren im Einsatz ist jedoch eine Instandsetzung überfällig. Ohne externe Unterstützung könnten wir diese Arbeiten nicht stemmen.“ Die Renovierung umfasst unter anderem die Instandsetzung des Holzaufbaus, einen neuen Außenanstrich, die Erneuerung der Ruder, die Umrüstung auf eine Trenntoilette sowie eine wetterbeständige Persenning.

 

MTU-Umweltstiftung ermöglicht Fortführung der Arbeit

Die MTU-Umweltstiftung unterstützt das Projekt im Rahmen ihres Engagements für regionale Umwelt- und Naturschutzinitiativen. „Mit unserer Förderung möchten wir dazu beitragen, dass die wichtige Arbeit des NABU auf dem Bodensee weitergeführt werden kann“, sagt Dagobert Hess, Vorstandsvorsitzender der MTU-Umweltstiftung. „Die Netta ist ein praktisches und wirksames Instrument, um Artenvielfalt zu schützen und gleichzeitig Bewusstsein für die Besonderheiten dieses Lebensraums zu schaffen.“

 

Gesicherter Einsatz für die Zukunft

Dank der Förderung kann der regelmäßige Einsatz der Station langfristig gesichert werden. „Die Unterstützung der MTU-Umweltstiftung ermöglicht uns, die „Netta“ für die kommenden Jahre zuverlässig nutzbar zu machen und den Schutz der Wasservögel weiterhin konsequent umzusetzen“, so Klein.

 


01.12.2025

Korallen-Ausstellung: „Das Meer beginnt vor der Haustür“ eröffnet im NABU-Bodenseezentrum

Ausstellung verbindet Kunst und Umweltbildung – und lädt zum Handeln ein

Kunstvoll gehäkelte Korallen sensibilisieren für den Schutz der Korallenriffe - Foto: S. Schwab
Kunstvoll gehäkelte Korallen sensibilisieren für den Schutz der Korallenriffe - Foto: S. Schwab

Konstanz – Am 01. Dezember öffnet die Korallen-Ausstellung „Das Meer beginnt vor der Haustür“ im NABU-Bodenseezentrum (Am Wollmatinger Ried 20, 78479 Konstanz), die sich dem weltweiten Korallensterben widmet. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9 bis 12 sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet und ist bis Ende März 2026 zu sehen.

 

Die Präsentation zeigt ein außergewöhnliches Häkelprojekt, das in monatelanger Zusammenarbeit der Gemeinde Frickingen und der örtlichen Grundschule entstanden ist. Die Aktion erntet internationale Begeisterung, inzwischen ergänzen Einsendungen aus aller Welt das gehäkelte Riff.

 

Die detailreichen Maschen erinnern an die Formen- und Farbenvielfalt echter Korallen. Korallen gehören – wie auch Quallen – zum Stamm der Nesseltiere und bestehen aus vielen einzelnen winzigen Tieren, den Polypen. Die bis zu fünftausend uns bekannten Korallenarten stehen in einer engen Symbiose zu den auf ihnen lebenden Algen. Durch deren Photosynthese erhält die Koralle ihre Farbe und Nahrung, die Koralle wiederum spendet der Alge wichtige Nährstoffe, wie Kohlendioxid.

 

Trotz ihrer geringen Ausdehnung von weniger als einem Prozent der Meeresfläche sind Korallenriffe nach dem Regenwald der artenreichste und am dichtesten besiedelte Lebensraum. Sie bieten rund einem Viertel aller Meereslebewesen Schutz und Nahrung.

 

Auch für den Menschen sind sie von großer Bedeutung: Korallenriffe verhindern die Erosion von Küstenabschnitten und bieten durch ihren Fischreichtum eine Lebensgrundlage für viele Menschen. Zudem tragen sie durch ihre Schönheit zum Tourismus bei, was der lokalen Wirtschaft zugutekommt.

 

Doch die Riffe sind massiv bedroht. Ein Viertel aller Korallenriffe gilt inzwischen als irreparabel geschädigt. Hauptursache ist die menschengemachte Klimakrise: Erwärmte Ozeane führen dazu, dass die lebenswichtigen Algen absterben und aus dem Korallengewebe abgestoßen werden – ein Prozess, der als Korallenbleiche bekannt ist. Laut der International Coral Reef Initiative (ICRI) sind mittlerweile 84 Prozent aller Korallenriffe davon betroffen.

Weitere Gefahren gehen von Plastikmüll, Überfischung und zerstörerischen Fangmethoden wie Schleppnetzen und Dynamitfischerei aus. Auch der Tourismus trägt durch den Bootsverkehr unachtsame Tauchgänge und bestimmte Inhaltsstoffe von Sonnencremes zur Schädigung bei.

 

Das fortschreitende Absterben der Korallenriffe stellt eine gravierende Bedrohung für die marine Artenvielfalt und den Menschen weltweit dar. Die Ausstellung möchte für dieses Thema sensibilisieren und Besucherinnen und Besucher dazu anregen, durch eine nachhaltige Lebensweise zum Schutz der Meere beizutragen.

Für weitere Informationen lädt das NABU-Bodenseezentrum herzlichst zum Besuch der Ausstellung ein.

 

Ort:  NABU-Bodenseezentrum Am Wollmatinger Ried 20, 78479 Konstanz

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 17:00 Uhr

Ausstellungsende: Freitag, 27. März 2026 


30.03.2025

Einweihungsführung des Konstanzer Vogel-Pfad

Bodensee-Naturmuseum und NABU-Bodenseezentrum stellen einen neuen Audio-Guide vor

Bodensee-Naturmuseum und NABU-Bodenseezentrum laden am Sonntag, den 30. März, zu einer Führung anlässlich der Einweihung des neuen Konstanzer Vogel-Pfads ein. Treffpunkt ist um 10 Uhr vor der Außentreppe des Bodensee-Naturmuseums; vor dort aus führen Lisa Maier und Martina Kroth entlang des Bodenseeufers bis zur Seestraße und stellen die Vögel entlang des Wegs vor. Das Angebot ist kostenlos. Um Anmeldung bis zum 27. März unter KN 900 2917 oder muspaedbnm@konstanz.de wird gebeten.

 

Vögel entlang des Wegs

Wer entlang des Seeufers oder durch den Stadtgarten bummelt, ist schon mitten drin im geschäftigen Treiben der dort lebenden Vögel und kann selbst wunderbare Beobachtungen machen: Möwen, die um die besten Plätze auf den Dalben streiten, Haussperlinge, die Entenfedern für ihre Nester sammeln, und vieles mehr. Um Einheimische und Besucher an die Vögel heranzuführen und um zusätzliche Infos an die Hand zu geben, gibt es nun den neuen Vogel-Pfad, den Bodensee-Naturmuseum und NABU-Bodenseezentrum gemeinsam entwickelt haben. Ausgehend vom Museum führt der über einen Audio-Guide zugängliche Pfad entlang des Ufers bis zur Seestraße und gibt an zwölf Stationen Auskunft über Rabenkrähen und Haubentaucher, Kormorane und Spatzen sowie acht weitere Vogelarten, die gut zu beobachten sind.

 

„Wir haben uns die größte Mühe gegeben, unsere Stationen so auszuwählen, dass die Besucher die jeweiligen Vögel dort auch vorfinden“, erklärt Martina Kroth, Leiterin des Bodensee-Naturmuseums. „Und falls das mal nicht klappt, ist es auch nicht schlimm, denn irgendwo entlang des Wegs sind sie dann doch.“ Lisa Maier, Ornithologin beim NABU, ergänzt: „Es lohnt sich immer, die Augen offen zu halten! Zusätzlich zu den Arten, die wir für den Vogel-Pfad ausgewählt haben, gibt es ja noch viel mehr zu entdecken: Kolbenenten, Gartenbaumläufer, Gänsesäger – einmal sogar einen Wiedehopf, der auf dem Durchzug im Stadtgarten eine Pause gemacht hat!“

 

Den Audio-Guide können sich Interessierte kostenlos über einen QR-Code auf das Smartphone laden. Der QR-Code wiederum ist auf einem Flyer zu finden, der im Museum und in der Tourist-Info ausliegt sowie von der Homepage von Bodensee-Naturmuseum und NABU-Bodenseezentrum heruntergeladen werden kann. Einen weiteren Zugang bietet die ebenfalls kostenlose NaturErleben-App des baden-württembergischen Umweltministeriums: Dort gibt es als zusätzliche Schmankerl neben den Audio-Dateien viele Fotos, die Vogel-Stimmen zu jeder Art sowie Quiz-Fragen mit Auflösung. Überdies gibt es den Vogel-Pfad in zwei Versionen: einmal für Erwachsene, einmal für Familien mit Kindern. „Nach dem großen Erfolg unserer Familien-Rallye zu den Tieren und Pflanzen an Konstanzer Bauwerken wollten wir wieder ein besonderes Angebot für Kinder machen – ich hoffe, dass wir viele für unsere gefiederten Freunde begeistern können!“, so Martina Kroth.

 

 

Treff: Außentreppe des Bodensee-Naturmuseums

Termin: Sonntag, 30. März 2025, 10:00 Uhr

Kosten: kostenlos

Anmeldung:  telefonisch unter 07531.900 2917  oder per Mail an muspaedbnm@konstanz.de

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21.02.2025

Vogelstimmenführung im Dingelsdorfer Ried

Wo sind die ersten Sänger des Jahres? Foto: NABU/NABU-Bodenseezentrum
Wo sind die ersten Sänger des Jahres? Foto: NABU/NABU-Bodenseezentrum

Am Freitag, den 21. Februar 2025, läuten wir um 6.45 Uhr mit unserer ersten Vogelstimmenführung in diesem Jahr den Frühling ein.  

 

Mit dem Erwachen des Frühlings, erwacht auch die Vogelwelt zu neuem Leben - aus jedem Busch hört man es zwitschern und singen. Doch wer sind diese melodischen Sänger eigentlich? Im Rahmen unserer Vogelstimmen-Exkursionen gehen wir dieser Frage auf den Grund und hören uns gemeinsam durch die Vogelwelt der verschiedenen Naturschutzgebiete rund um Konstanz, auf der Mettnau und auf dem Bodanrück. 

 

Für die erste Exkursion treffen wir uns im Dingelsdorfer Ried!

 

Treff: Waldparkplatz Brandberg an der L220 Richtung Dettingen

Termin: Freitag, 21. Februar 2025, 6:45 Uhr – 8:45Uhr

Kosten: kostenlos, Spenden erwünscht

Anmeldung:  telefonisch unter 07531.921 66 40 oder per Mail an NABU@NABU-Bodenseezentrum.de


02.02.2025

Welttag der Feuchtgebiete – Große Riedführung im Wollmatinger Ried

Vogelbeobachtung auf der Plattform im Wollmatinger Ried - Foto: NABU/NABU-Bodenseezentrum
Vogelbeobachtung auf der Plattform im Wollmatinger Ried - Foto: NABU/NABU-Bodenseezentrum

Am kommenden Sonntag, den 02. Februar 2025, findet um 8.30 Uhr die große Führung durch das Wollmatinger Ried statt – passend zum Welttag der Feuchtgebiete.

 

Dieses besondere Datum erinnert an die Bedeutung von Feuchtgebieten weltweit, die durch das Ramsar-Abkommen geschützt werden. Am 2. Februar 1971 unterzeichneten Regierungsvertreter von 18 Nationen in der am Ufer des Kaspischen Meer gelegenen Stadt Ramsar (Iran) die gleichnamige Konvention zum weltweiten Schutz von Feuchtgebieten. Das Übereinkommen zählt zu den wichtigsten Naturschutzvereinbarungen und hat zur Errichtung des größten Schutzgebietsnetzwerkes der Welt geführt. 

 

Das Wollmatinger Ried gehört seit 1976 zu diesen international bedeutenden Gebieten und bietet Lebensraum für eine beeindruckende Vielfalt. Über 600 Farn- und Blütenpflanzen, 290 Vogelarten sowie zahlreiche Amphibien, Reptilien und Insekten finden hier ideale Lebensbedingungen. Doch auch für uns Menschen sind Feuchtgebiete äußerst wertvoll: Sie stabilisieren den Landschaftswasserhaushalt und wirken wie ein Schwamm indem sie Wasser nach Starkregen aufnehmen und langsam wieder abgeben. Damit puffern sie Hochwasserspitzen ab, kühlen die Landschaft und sichern den Grundwasserspiegel.

 

Auf der etwa dreistündigen Führung erfahren Sie mehr über diese faszinierenden Zusammenhänge und lernen zudem, wie sich der NABU seit über 40 Jahren für das Naturjuwel vor den Toren der Konzil Stadt Konstanz einsetzt.

 

Termin: Sonntag, 02. Februar 2025, 08:30 Uhr – 11:30 Uhr

Kosten: 10 € Erwachsene, 5 € Kinder, 20 € Familien (NABU-Mitglieder ermäßigt)

Anmeldung: bis Freitag, 31. November 2025, 16.00 Uhr, telefonisch unter 07531.921 66 40 oder per Mail an NABU@NABU-Bodenseezentrum.de