Aktuelles aus dem NABU-Bodenseezentrum


Kurs: Einführung in die Pflanzenbestimmung

Bunte Blüten entlang des Weges - Foto: NABU/H. Werner
Bunte Blüten entlang des Weges - Foto: NABU/H. Werner

Alle reden vom Artensterben und vom Schutz der Arten. Doch welche Arten sind es, die um uns herum wachsen und geschützt werden sollen? Wie heißen die Pflanzen entlang Ihres Spazierwegs?

 

Frau Malcher vom NABU-Radolfzell-Hegau wird Ihnen Wissen an die Hand geben, das scheinbar verloren ist. Im Kurs am 18. Februar um 19:30 Uhr lernen Sie Grundlagen zur Pflanzenbestimmung, mit denen Sie auf Ihren Spaziergängen im Hegau die Artenvielfalt neu entdecken können.(ACHTUNG! Der Termin ist abweichend zu unserer Ankündigung im Jahresprogramm nicht am 11.2!)

 

Am 17.März um 19:30 Uhr gibt es einen weiteren Kurs, in dem das Wissen anhand praktischer Beispiele noch vertieft werden kann.

 

Termin: 18. Februar 2020 um 19.30 Uhr

Treffpunkt: „Ideenwerkstatt“, Regiment-Piemont-Str. 7, 78315  Radolfzell

Kosten:  5 €

Anmeldung: um Anmeldung wird gebeten bis Freitag, 14.02., 17 Uhr unter Tel. 07531-921 66 40.

 

Weitere Kurzinfos gibt es auch hier.


NABU-Naturschutz-Oscar: Lina-Hähnle-Medaille geht an Harald Jacoby

60 Jahre im ehrenamtlichen Einsatz für Natur- und Vogelschutz am Bodensee

Das unermüdliche Engagement von Harald Jacoby wird mit der Lina-Hähnle-Medaille geehrt - Foto: NABU/C. Wild (v.l.n.r. Heide Jacoby, Harald Jacoby, Uwe Prietzel, Johannes Enssle)
Das unermüdliche Engagement von Harald Jacoby wird mit der Lina-Hähnle-Medaille geehrt - Foto: NABU/C. Wild (v.l.n.r. Heide Jacoby, Harald Jacoby, Uwe Prietzel, Johannes Enssle)

Stuttgart / Radolfzell – Die Liste der naturschutzfachlichen Erfolge, an denen der Ornithologe und leidenschaftliche Naturschützer Harald Jacoby beteiligt war, ist lang. Als Anerkennung für seine langjährigen Verdienste um den Naturschutz überreichte ihm der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle gestern auf den Naturschutztagen in Radolfzell die Lina-Hähnle-Medaille. Sie ist die höchste Auszeichnung des NABU. „Seit 60 Jahren ist Harald Jacoby unermüdlich im Einsatz für Mensch und Natur am Bodensee und weit darüber hinaus. Getreu dem Motto des NABU hat er sein ornithologisches Wissen für den Natur- und Artenschutz eingesetzt. Maßgeblich durch sein Engagement hat sich das Naturschutzgebiet rund ums Wollmatinger Ried zu einem prächtigen, international ausgezeichneten Schutzgebiet entwickelt. Ich freue mich sehr, dass ich heute die Lina-Hähnle-Medaille, den Oscar des NABU, an den Pädagogen, Ornithologen und Naturschutzmacher vom Bodensee verleihen darf. Wir hoffen, dass Harald Jacoby seiner Leidenschaft, der Ornithologie, noch viele Jahre nachgehen kann.“

 

Seine lange Kariere im Naturschutz begann Harald Jacoby bereits als junger Bursche. Er durchstreifte mit gespitzten Ohren, wachem Blick, Notizblock und Fernglas das Wollmatinger Ried, auf der Jagd nach vogelkundlichen Ereignissen. Seine ornithologischen Aufzeichnungen rund um den Bodensee reichen bis ins Jahr 1956 zurück. Als Grund- und Hauptschullehrer begeisterte und sensibilisierte er später seine Schülerinnen und Schülern kenntnisreich für die Schönheit und die Bedürfnisse der Natur. Viele junge Menschen hat er begleitet und gefördert, darunter Volker Mosbrugger. Sein Schützling wurde später Generaldirektor des Forschungsinstituts und Naturmuseums Senckenberg in Frankfurt am Main. Neben seinem Engagement vor Ort setzte sich Jacoby für den landesweiten Naturschutz ein.

 

Im Einsatz für ein besonderes Naturschutzgebiet

Mit Überzeugungskraft und Erfolg kämpfte der Ornithologe für das Ende der traditionellen Wasservogeljagd am Bodensee. So konnte sich das Ermatinger Becken zum größten Überwinterungsgebiet für Wasservögel in Baden-Württemberg entwickeln. Besonders störungssensible Arten wie Singschwan, Zwergschwan, Spießente, Kolbenente und großer Brachvogel nahmen seitdem stark zu. Das Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried - Untersee – Gnadensee ist heute das größte Überwinterungsgebiet für Wasservögel im Land – und Jacobys Territorium, in dem er „jeden Vogel mit Vornamen kennt“, wie Freunde über ihn sagen. 1968 wurde es mit dem Europadiplom der EU ausgezeichnet und hält die Auszeichnung seitdem.

 

Jacoby ist ein Teamplayer und Netzwerker im Naturschutz, aber zugleich ein Macher. Im Bewusstsein, dass es Taten statt Worte braucht, um das vorhandene Naturpotenzial zu bewahren, gründete er mit Vogelfreunden die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Bodensee (OAB). In deren Rahmen organisiert er seit nunmehr 62 Jahren unermüdlich, Jahr für Jahr, die bodenseeweite Zählung der Winterwasservögel inklusiver aller fliegenden Wintergäste, um deren Entwicklung zu dokumentieren. Ganz selbstverständlich arbeiten darin bis heute deutsche, österreichische und schweizerische Feldornithologinnen und -ornithologen zusammen.

  

Als aktiver Ornithologe setzte Jacoby viele Akzente in seiner Naturschutzheimat, dem NABU. Ab 1978 engagierte er sich als Mitglied des Landesvorstands im Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV). Erst nach der Wende wurde aus dem DBV der Naturschutzbund Deutschland, kurz NABU. Dem Landesvorstand gehört er bis 1985 an. Anno 1979 wurde ein Herzenswunsch Jacobys wahr: Am Wollmatinger Ried eröffnete das erste NABU-Naturschutzzentrum im Land, dessen ehrenamtlicher Leiter er viele Jahre blieb. Gemeinsam mit seinem Team betreute er in dessen Folge das Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried – Untersee – Gnadensee und 14 weiterer Naturschutzgebiete. Im selben Jahr wurde Jacoby zudem Vorsitzender des NABU Konstanz, trieb den Naturschutz am See weiter voran und unterstützte die ehrenamtlich Aktiven professionell und tatkräftig.

 

Aktiv für das NABU-Kompetenzzentrum am Bodensee

Viele Jahre setzte sich Jacoby hartnäckig und engagiert für ein Naturschutzzentrum ein, das die Naturschutzarbeit des NABU bündeln sollte. Das NABU-Bodenseezentrum nahm nach etlichen Jahren Planung, aber nur einem Jahr Bauzeit, im Oktober 2018 die Arbeit auf. Es dient seitdem als Kompetenzzentrum für den Naturschutz in der Region und zentrale Anlaufstelle für Umwelterlebnisse. Als Geschäftsführer der Bodenseestiftung, einem Zusammenschluss der maßgeblichen Natur- und Umweltschutzvereinigung des Bodensees, setzte sich Jacoby zehn Jahre lang öffentlichkeitswirksam für den Naturschutz am See ein. Er entwickelte mit dem NABU und Partner aus der Wirtschaft Modellprojekte zum ökologischen Wirtschaften. Dies mündete in das Großprojekt „Zukunftsfähiger Bodensee“ der Bundesstiftung Umwelt.

 

Nach dem Motto, wer rastet der rostet, beteiligt sich der fast 80-Jährige Harald Jacoby weiterhin aktiv an der Naturschutzarbeit im NABU, führt Exkursionen ins Wollmatinger Ried, hält Fachvorträge und verfasst Publikationen.

 

 Hintergrund:

Die „Lina“ – eine Auszeichnung für Naturschutzmacher/-innen

Die Lina-Hähnle-Medaille ist die höchste Auszeichnung des Naturschutzbundes. Sie ist benannt nach der Gründerin des NABU. Sie wird seit 1989 vergeben, seit 2005 gezielt an NABU-Mitglieder oder NABU-Gruppen, die sich in herausragender Weise um den Schutz der Natur und die Schaffung einer lebenswerten Umwelt verdient gemacht haben. Die ausgezeichneten Personen oder Gruppen sollen Schrittmacher und Motor für den nationalen und internationalen Natur- und Umweltschutz sein oder sich in besonderer Weise für die Entwicklung des NABU engagiert haben. Die Vergabe erfolgt auf Vorschlag durch den Bund-Länder-Rat des NABU an die NABU-Gruppe des Jahres sowie die oder den NABU-Aktive/-n des Jahres.

 


Großzügige Spende der Universität Konstanz an das NABU-Bodenseezentrum

v.l.n.r. Eberhard Klein, Friedrich Haupt, Sandra Maier, Prof. Dr. Thomas Hinz - Foto: Universität Konstanz
v.l.n.r. Eberhard Klein, Friedrich Haupt, Sandra Maier, Prof. Dr. Thomas Hinz - Foto: Universität Konstanz

Wie lassen sich Studierende dazu bewegen, an Befragungen teilzunehmen? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der AG Hochschulforschung an der Universität Konstanz haben die „Sag’s uns!“-Studierendenbefragung 2019 zum Anlass genommen, genau hier mit einem unkonventionellen Forschungsprojekt anzusetzen, das gleichzeitig verschiedenen gemeinnützigen Organisationen zugutekommt.

Dass die Forschung einen Mehrwert für die Gesellschaft schafft, steht außer Frage. Dass dieser allerdings mit ganz konkreten Werten zu Buche schlagen kann, das hätte sich Eberhard Klein vom NABU-Bodenseezentrum in Konstanz zunächst nicht träumen lassen. Gemeinsam mit humanitären Hilfsorganisationen, weiteren Naturschutzorganisationen, oder Fridays for Future gehört die Konstanzer Niederlassung des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) zu den Einrichtungen, für die im Rahmen der diesjährigen Konstanzer Studierendenbefragung „Sag’s uns!“ der Stabsstelle Qualitätsmanagement gespendet werden konnte.

Gutes tun und darüber sprechen

Die Idee zur Aktion stammt von der AG Hochschulforschung unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Hinz und Prof. Dr. Susanne Strauß, das Forschungsprojekt wurde als Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Verwaltung gemeinsam mit Friedrich Haupt von der Stabsstelle Qualitätsmanagement umgesetzt. Die Arbeitsgruppe untersucht die Studiensituation und die studentischen Orientierungen an deutschen Hochschulen und bereitet zurzeit ein Forschungsprojekt im Rahmen der gemeinsamen Befragung „Eine für alle. Die Studierendenbefragung in Deutschland“ vor, die zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) und dem Deutschen Studentenwerk (DSW) durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Dabei sollen studentische Orientierungen unter folgenden Gesichtspunkten analysiert werden: Einstellungen zu Politik und Gesellschaft, Ungleichheit und Fairness in Studium und Gesellschaft sowie Einstellungen, Erwartungen und Probleme bei Übergängen ins Studium und innerhalb des Hochschulsystems.

 

Die Konstanzer Studierendenbefragung „Sag’s uns!“ ist mit ihren Fragen zu Studiensituation und Zufriedenheit zentral für die Qualitätssicherung und die universitären Akkreditierungsverfahren. An ihr wollten die Konstanzer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewissermaßen im Vorfeld testen, ob und wie sich die Teilnahmebereitschaft der Studierenden erhöhen lässt. Projektmitarbeiterin Sandra Majer erklärt dazu: „Wir beobachten seit Jahren einen Rückgang bei der Befragungsteilnahme von Studierenden. Üblicherweise versucht man, diesem Rückgang mit positiven Anreizen in Form von Belohnungen zu begegnen. Wir wollten wissen, ob es vielleicht auch anders geht.“ Deshalb wurde den Studierenden im Rahmen der „Sag’s uns!“-Befragung 2019 die Möglichkeit geboten, einen kleinen Betrag an eine gemeinnützige Organisation ihrer Wahl zu spenden. „Es handelt sich hierbei gewissermaßen um ‚Research in Progress‘“, kommentiert Dr. Frank Multrus, der das Projekt gemeinsam mit Sandra Majer seitens der AG Hochschulforschung betreut hat.

Große Spendebereitschaft unter den Konstanzer Studierenden

Insgesamt wurden 9.072 Studierende angeschrieben und zufällig vier verschiedenen Experimentalgruppen plus Kontrollgruppe zugeordnet. Der vorgegebene Spendenbetrag in der ersten Experimentalgruppe lag bei 0,50 Euro, in der zweiten und dritten Gruppe bei einem respektive 2,50 Euro und bei fünf Euro in Gruppe 4. Von den 9.072 angeschriebenen Studierenden beteiligten sich 2.072 an der Incentivierungsstudie der AG Hochschulforschung, wodurch eine Gesamtspendensumme von rund 4.474 Euro zustande kam (97 Teilnehmende entschieden sich für keine der zur Auswahl stehenden Organisationen). Davon entfielen ca. 1.297 Euro auf die humanitäre Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, die sich als die mit Abstand beliebteste Organisation erwies (585 Studierende entschieden sich dafür), 767 Euro auf Fridays for Future (337 Studierende), 570 Euro auf die SOS Kinderdörfer (253 Studierende) und ca. 416 Euro auf Amnesty International (174 Studierende). Nur geringfügig weniger, nämlich rund 406 Euro, gingen an Brot für die Welt (181 Studierende). Der Deutsche Tierschutzbund bildet mit rund 396 Euro das Schlusslicht der Gruppe (für ihn entschieden sich 172 Studierende).

Und wohin fließen die Spendengelder? – Beispiel NABU

Der NABU gehört mit knapp 624 Euro Spendenerlös zum oberen Mittelfeld der Siebenergruppe. Insgesamt spendeten 273 Studierende für den Verein. Über die so zustande gekommene Summe freut sich Eberhard Klein, Leiter des erst 2018 eröffneten NABU-Bodenseezentrums in der Gemeinde Reichenau, aus mehreren Gründen ganz besonders: „Es sind gerade solche zweckungebundenen Spendengelder, mit denen wir viel bei der Basisarbeit für die Schutzgebiete bewegen können.“ Dementsprechend sind die Spenden der Konstanzer Studierenden bereits verplant: „Wir möchten bessere Kontrollen im Wollmatinger Ried und den anderen 27 Schutzgebieten einrichten“, so Klein. Die Naturschutzgebiete bieten vielen Pflanzen und Tieren eine Heimat, die auf der roten Liste der bedrohten Arten stehen. „Es ist uns nicht nur wichtig, den Menschen die Natur generell wieder näher zu bringen, indem wir etwa weitere Naturerlebnispfade einrichten. Wir möchten die Leute auch dafür sensibilisieren, wie sie sich in einem sensiblen Habitat verhalten müssen, um keinen Schaden anzurichten.“

Erste Forschungsergebnisse

Diese wurden am 6. November 2019 im Rahmen der offiziellen Präsentation der „Sag’s uns!“-Ergebnisse durch die Stabsstelle Qualitätsmanagement vorgestellt. Insgesamt beteiligten sich an der Studierendenbefragung 2.585 Studierende, was einem Rücklauf von 28,5 Prozent entspricht.


INFOBOX

79 Prozent der Befragten waren mit den Studienbedingungen (sehr) zufrieden, nur zwei Prozent sehr unzufrieden oder unzufrieden. Zwei Drittel bewerteten die Betreuung und Beratung durch die Lehrenden als (sehr) gut, 71 Prozent den Aufbau und die Struktur ihres Studiengangs. Spannende Ergebnisse ergaben die Fragen zum Digitalisierungs-Schwerpunkt: Eine sehr große Mehrheit der Studierenden (80 Prozent) fühlt sich demnach kompetent im Umgang mit digitalen Medien. Gleichzeitig ist die Offenheit für mehr Wissen darüber weiter groß – über die Hälfte kann sich etwa die Teilnahme an einem freiwilligen Zusatz-Zertifikat zu Digitalkompetenzen vorstellen. Auch eine stärkere Thematisierung von Digitalisierungs-Themen in Bezug auf das eigene Studienfach wird mehrheitlich gewünscht. Den Schutz der privaten Daten bewerten 89 Prozent als wichtig, bei der Frage nach der Einschätzung des digitalen Wandels sahen 31 Prozent eher Chancen für die Gesellschaft, 61 Prozent sowohl Chancen als auch Risiken und acht Prozent eher Risiken. Die Hälfte der Studierenden kennt digitale Lernplattformen (außerhalb des universitären Angebots), aber nur eine Minderheit nutzt sie auch regelmäßig. Weitere Ergebnisse in Kürze unter uni.kn/qm/befragungen.

 

Und wie hat sich der Anreiz der Spendenoption auf die Teilnahmebereitschaft der Studierenden ausgewirkt? „Gar nicht“, so Sandra Majer. „Interessanterweise hatte weder die Möglichkeit zur Spende selbst einen Einfluss auf die Teilnahmebereitschaft, noch deren Höhe.“ Dass der Gesamtrücklauf fast den Vorjahresstand (2.647 Studierende) erreichte, werten die Wissenschaftler vor dem Hintergrund generell nachlassender Teilnahme allerdings als positives Signal. „Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der Wahl der Spendenorganisationen“, ergänzt Frank Multrus, „wobei jedoch die zufällig zugewiesene Experimentalgruppe und die damit verbundene vorgegebene Spendenhöhe keinen Einfluss auf die Wahl der Organisation hatte.“ Dafür kamen fachbereichs- und disziplinabhängige Präferenzen zum Vorschein: So wählten etwa Studierende der Biologie deutlich häufiger als alle anderen den Naturschutz, was auf von der Fachkultur geprägte Interessen und Werte schließen lässt. Insgesamt nahm die Teilnahmebereitschaft bei Studierenden ab dem siebten Studiensemester deutlich ab, wobei Studentinnen häufiger an der Befragung teilnahmen als Studenten. Auch bei der Wahl der Spendenorganisation zeigt das Experiment geschlechtsspezifische Vorlieben auf: „Studenten wählten im Vergleich zu ihren Kommilitoninnen seltener den Tierschutz und SOS Kinderdörfer, dafür häufiger Fridays for Future und Ärzte ohne Grenzen“, so Multrus weiter.