Das Wollmatinger Ried

Mit 767 ha ist das Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried-Untersee-Gnadensee das größte Naturschutzgebiet am deutschen Bodenseeufer. Schon im Jahr 1930 wurde ein Teil des Wollmatinger Rieds unter Schutz gestellt. Auch heute noch fühlen sich Kolbenente, Rohrsänger und Schwertlilien zu Hause. Dafür setzten sich der NABU und die Naturschutzverwaltung Baden-Württemberg gemeinsam ein. Regelmäßig werden Tier- und Pflanzenbestände des Naturschutzgebiets erfasst. Aus deren Bestandesentwicklung erarbeitete Schutzmaßnahmen setzen viele Helfer um: z.B. werden rund 150 ha artenreiche Riedwiesen jährlich gemäht.

NABU_Luftbild_Wollmatingerried_Hajo Dietz
NABU_Luftbild_Wollmatingerried_Hajo Dietz



 

 

Auszeichnungen

Dem Wollmatinger Ried wurden mehrfach internationale Auszeichnungen verliehen. Prämiert wurde seine Bedeutung als Refugium für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten sowie die erfolgreiche Naturschutzarbeit: 1968 erhielt das Wollmatinger Ried das "Europadiplom" des Europarates das seitdem alle 5 Jahre neu vergeben wurde, 1973 erklärte der Internationale Rat für Vogelschutz das Gebiet zum Europareservat und seit 1976 zählt die Riedlandschaft zusammen mit den angrenzenden Seebuchten zu den "Feuchtgebieten internationaler Bedeutung" aufgrund der Ramsar-Konvention von 1971. Das Wollmatinger Ried ist ebenfalls durch das europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000 geschützt, das sich aus FFH-Richtline und Vogelschutzrichtlinie zusammensetzt.