Aktuelle Beobachtungstipps

Was ist los im November?


Vorhang auf für wunderschöne Nebelmomente wie hier im Radolfzeller Aachried - Foto: Heiner Werner
Vorhang auf für wunderschöne Nebelmomente wie hier im Radolfzeller Aachried - Foto: Heiner Werner

Für manche mag der November nicht die spektakulärste Zeit zum Aufenthalt in der Natur sein - Nebelgrau und Nieselregen sind die Schlagworte des Monats. Wer sich aufmacht und hinaus geht, hat trotz Nebel die Chance auf wunderbare Naturerfahrungen. 

 

Wenn der Nebel noch ganz dicht ist, scheint alles um einen herum wie in Watte gepackt. Landschaft, Farben,  ja selbst Geräusche werden vom Nebel verschluckt. Alles ist ruhig, ja fast mystisch! Auch wir werden von dieser Stille erfasst.  Wenn mit einem Mal die ersten Sonnenstrahlen durch den Nebelvorhang blitzeln, ändert sich die Szenerie schlagartig. In einem Nu bringt die Sonne die Landschaft zum Leuchten.


Überwinterungsziel Bodensee - nicht nur nordische Gäste am See

Trupp Kolben-, Reiher- und Tafelenten
Kolben-, Reiher- und Tafelenten überwintern in großen Scharen am Bodensee - Foto: NABU/T. Dove

Wenn im Winterhalbjahr, die Zahl der menschlichen Touristen zurückgegangen ist, kann man eine Vielzahl gefiederter Wintergäste beobachten. Entenarten wie Tafel-, Reiher-, Kolben- und Spießenten sind nun in großen Schwärmen auf der Wasserfläche zu beobachten.   

 

Einige der Wintergäste fliegen aus den entlegensten Gebieten Sibiriens ein, der Großteil der Wasservögel kommt jedoch aus Skandinavien und dem Baltikum.

 

Beliebt ist der Bodensee, weil er aufgrund der tiefen Rheinrinne nicht nur ziemlich zuverlässig eisfrei bleibt, sondern auch ein sehr gutes Nahrungsangebot liefert.  so kommt zum Beispiel die farbenfrohe Kolbenente aus Spanien und Südfrankreich zum Überwintern, weil sie hier mehr Nahrung findet.

Günstige Beobachtungsmöglichkeiten sind im Winter nicht auf die Naturschutzgebiete beschränkt. Von vielen öffentlichen Uferwegen in der Region lassen sich jetzt Wasservögel beobachten! 

 

Moos:

- Radolfzeller Aachmündung vom Hafen Moos (Wasservögel und Watvögel)

 

Radolfzell:

- Mettnau-Turm (Wasservögel, grandioser Blick auf NSG Mettnau, Untersee und Umgebung)
- Beobachtungsplattform gegenüber Haus Christine (Wasservögel) Promenade (v.a. Wasservögel)

- Promenade in Radolfzell

 

Bodman-Ludwigshafen:
- Infopfad an der Stockacher Aachmündung (v.a. Wasservögel)

 

Wollmatinger Ried:

- Beobachtunsplattform auf der Burgruine Schopflen (Wasservögel/z.T. Watvögel, Starenschwärme, Blick auf das NSG sowie den Untersee)

- Beobachtungsplattform auf dem Campingplatz Hegne (Wasservögel, Starenschwärme)

 

Reichenau:

- sämtliche Uferwege rund um die Insel

 

Konstanz:

- Promenade an der Seestraße


Ankunft der Singschwäne  - die finnischen Nationalvögel sind zu Gast am See

Singschwäne
Singschwäne im Ermatinger Becken - Foto: NABU/Archiv

Unter den Ornithologen wird jedes Jahr mit Spannung die Ankunft der Singschwäne erwartet. Dieses Jahr war es am 23. Oktober so weit.

 

Der finnische Nationalvogel ist regelmäßiger Wintergast am Untersee. Er ist etwas kleiner als der häufig verbreitete Höckerschwan. Der auffälligste Unterschied ist der schwarz-gelbe Schnabel, der ohne Höcker und ohne Verbindung zum Auge eine gerade Linie mit dem Kopf bildet.

 

Gute Chancen die melancholischen Rufe des Schwans zu hören, hat man bei einem Spaziergang auf dem Reichenauer Damm oder an der Stockacher Aachmündung bei Bodman-Ludwigshafen.